Aktuelles aus den Schulen

„Kinderschutz betrifft uns!“ – Kinder und Jugendliche bringen sich ein

Nach der Arbeitsphase präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihre Ergebnisse.
(c) Evangelische Grundschule Halle/Elisabeth Lauterbach
Unter dem Motto „Gemeinsam für starken Kinderschutz“ lud die Evangelische Schulstiftung am 28. Januar erstmals Schülerinnen und Schüler aus Eisenach, Erfurt, Gotha, Jena und Magdeburg gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeitenden in die Geschäftsstelle…

Unter dem Motto „Gemeinsam für starken Kinderschutz“ lud die Evangelische Schulstiftung am 28. Januar erstmals Schülerinnen und Schüler aus Eisenach, Erfurt, Gotha, Jena und Magdeburg gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeitenden in die Geschäftsstelle nach Erfurt ein.

Ziel des Treffens war es, die Perspektiven junger Menschen auf das Thema Kinderschutz sichtbar zu machen und sie aktiv in die weitere Entwicklung des Trägerkonzeptes einzubeziehen.
Nachdem bis Ende 2024 an allen Schulen einrichtungsbezogene Schutzkonzepte eingeführt wurden, verfolgt die Stiftung nun das Ziel, bis 2027 ein kinderrechtsbasiertes Schutzkonzept auf Trägerebene zu entwickeln. Der Erarbeitungsprozess wird vom Kinderrechtsexperten Prof. Dr. Jörg Maywald begleitet. Das Trägerkonzept soll verbindliche Prozesse schaffen, die die Schulen vor Ort dabei unterstützen, Kinderrechte wirksam zu schützen und zu stärken.

„Um Kinder und Jugendliche bestmöglich vor Gefahren zu schützen, müssen alle ihre Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung verwirklicht werden“, so Prof. Dr. Jörg Maywald. „Ich freue mich sehr, dass sich die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes bei der Entwicklung und Umsetzung ihres Schutzkonzeptes für diesen ganzheitlichen Kinderrechtsansatz entschieden hat.“

In drei Workshops brachten Schülerinnen und Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums Eisenach, der Evangelischen Gemeinschaftsschule Erfurt, der Evangelischen Regelschule Gotha sowie des Christlichen Gymnasiums Jena ihre Wünsche, Erfahrungen und Anregungen ein. Besonders in den Bereichen Beschwerdemanagement, Beschwerdethemen und Risikoanalyse lieferten sie wertvolle Impulse. Diese fließen in die weitere Entwicklung des Trägerkonzeptes zum Kinderschutz ein.

„Erwachsene wissen nicht automatisch alles besser – deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen“, betont Martin Rauchmaul, Fachkraft für Schulsozialarbeit am Christlichen Gymnasium Jena und Mitorganisator der Veranstaltung. „Schließlich geht es um ihre Rechte. Und wer weiß besser, was sie brauchen, als die Kinder und Jugendlichen selbst?“

Im Anschluss griffen die Abteilung Schulentwicklung, die Kinderschutzbeauftragten und die Mitarbeitenden der Arbeitsgruppen zum Trägerkonzept gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Maywald die eingebrachten Anregungen auf. Diese werden nun für die kommenden Treffen der Klassensprechenden an Grund- und weiterführenden Schulen altersgerecht aufbereitet.


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